Archiv der Kategorie: Journalismus

Lügenpresse: Medien in der Vertrauenskrise

Noch vor ein paar Tagen bekam man heftigste Kritik, wagte man nur ein wenig Kritik an der eigenen Branche. Nestbeschmutzer war nur der netteste Ausdruck den man den zaghaften Kritikern an den Kopf warf. Ändert sich das jetzt?

Das Medienmagazin ZAPP hat sich in seiner gestrigen Sendung mit der Vertrauenskrise der Medien beschäftigt und die Hintergründe für das Problem analysiert. Man darf zu dem wirklich gelungenen Beitrag gratulieren. Ein öffentlich-rechtlicher Sender übt Selbstkritik und lässt die Hoffnung keimen, dass noch nicht alles verloren ist.

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Nachfolgeabkommen zu Safe Harbour heißt Privacy Shield

An der Ernsthaftigkeit der Bemühungen um ein Datenschutz konformes  Nachfolgeabkommen von Safe Harbour muss gezweifelt werden.

EU-US privacy shield logo

Es gibt zwar noch keinen Text für ein neues Abkommen, aber man hat schon ein Logo vorgestellt. Nachfolgeabkommen zu Safe Harbour heißt Privacy Shield weiterlesen

Rundfunkrat muss vom Parteibuch getrennt werden

rbb Rundfunkrat

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk, ein politikgesteuertes, nicht unabhängig und überparteilich berichtendes Medium? Das behauptet zumindest der Journalist und Publizist Wolfgang Herles, der jahrelang in der Führungsetage des ZDF tätig war. Er kritisiert, dass die Themen, über die berichtet wird, von der Regierung vorgegeben werden, obwohl es viele Themen gäbe, die viel wichtiger wären. Rundfunkrat muss vom Parteibuch getrennt werden weiterlesen

Gemeinsam für ein faires Urhebervertragsrecht!

Erklärung der Urheber und Künstler

Es wird höchste Zeit, dass im Urhebervertragsrecht endlich die Instrumente gestärkt werden, die zum fairen Ausgleich der Interessen aller Beteiligter und damit zur Stärkung der Position der Urhe­berInnen und KünstlerInnen führen. Der Referentenentwurf des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz zum Urhebervertragsrecht bildet hierfür eine sehr gute Grundlage. Gemeinsam für ein faires Urhebervertragsrecht! weiterlesen

Die Grünen: Feinde der deutschen Sprache

Die GrünenNach den jahrzehntelangen Angriffen der Grünen auf die deutsche Sprache mit Forderungen nach Binnen-I, Gender-* und geschlechterneutraler Sprache, versuchen jetzt die Gutmenschen Wohlmeinenden Deutsch zu simplifizieren. Schließlich sollen die vielen Migranten (hier muss natürlich grün-korrekt MigrantInnen oder Migrant* stehen) es mit der deutschen Sprache leichter haben. Die Grünen: Feinde der deutschen Sprache weiterlesen

Angriffe auf Zivilisten und Journalisten durch türkische Soldaten

Ein Video aus der kurdischen Stadt Cizre zeigt wie unbewaffnete Zivilisten unter dem Schutz der weißen Fahne Leichen bergen wollten und dabei von türkischem Militär beschossen wurden. Dem Kameramann Refik Tekin, der selbst verletzt worden war, drohte eine Haftstrafe. Er wurde während des Transport in das Krankenhaus von türkischen Soldaten außerdem noch misshandelt.

Das Kanzleramt betrachtet die Vorfälle mit Sorge. Eine lächerliche Reaktion für die gravierenden Verletzungen von Menschenrechten und Pressefreiheit.

Berkay Mandiraci von der International Crisis Group zum Verhältnis Merkel und Türkei: „Werte und Prinzipien gibt es dabei nicht mehr“ Angriffe auf Zivilisten und Journalisten durch türkische Soldaten weiterlesen

Merkwürdiges Demokratieverständnis von Frank-Walter Steinmeier

Frank-Walter Steinmeier by Mueller / MSC
Frank-Walter Steinmeier by Mueller / MSC

Eine Teilnahme an Talkrunden mit der AfD lehnt Frank-Walter Steinmeier ab und wirft ihr Demokratieverachtung vor.

Dagegen spricht er mit den saudischen Despoten und Demokratieverächtern ausgiebig.

Das hat System: Mit kritischen Journalisten meidet er ja auch den Kontakt. Da diktiert er lieber der Tagesschau seine Propaganda ins staatstreue Mikrofon. Wie gerne wäre er doch saudischer König.

Frauke Petry und der angebliche Schießbefehl

Olaf Kosinsky/Skillshare.eu
Frauke Petry by Olaf Kosinsky/Skillshare.eu

Während Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) relativ unbeanstandet den Griff zur Waffe gegen Flüchtlinge fordern durfte, wird AfD-Frontfrau für eine viel harmlosere Äußerung medial geschlachtet.

Hier der relevante Teil des Interviews:

Noch mal: Wie soll ein Grenzpolizist in diesem Fall reagieren?

Petry: Er muss den illegalen Grenzübertritt verhindern, notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz.

Es gibt in Deutschland ein Gesetz, das einen Schießbefehl an den Grenzen enthält?

Petry: Ich habe das Wort Schießbefehl nicht benutzt. Kein Polizist will auf einen Flüchtling schießen. Ich will das auch nicht. Aber zur Ultima Ratio gehört der Einsatz von Waffengewalt. Entscheidend ist, dass wir es so weit nicht kommen lassen und über Abkommen mit Österreich und Kontrollen an EU-Außengrenzen den Flüchtlingszustrom bremsen. Frauke Petry und der angebliche Schießbefehl weiterlesen

Staatsknete für die taz – oder die unschöne Nähe zum Senat

Offensichtlich nehmen Medienmacher gerne das Geld derjenigen, über die sie berichten sollen. So bekam die taz das Grundstück für das neue Verlagsgebäude für rund eine Million unter Verkehrswert und damit das Projekt nicht am schnöden Mammon scheitert, hat man sich auch noch einen satten Bauzuschuss  von rund 3,8 Mio geholt.

Staatszuckerl für die taz

Es kann hilfreich sein, falls man als Medienmacher die Meinung der Regierung oder des Senats teilt. Das fördert entweder die Karriere oder gleich das ganze Unternehmen. Natürlich nennt man so etwas dann weder Korruption noch Lügenpresse.

Allerdings kommen da schnell Zweifel an der unabhängigen Berichterstattung auf. Wer guten Journalismus möchte, sollte einen möglichst großen Abstand zum Staat halten. Der ist aber bei taz, ard und zdf nicht mehr vorhanden.

Der Staatssender ZDF und die Anweisungen der Regierung

Dr. Wolfgang Herles, früher Leiter ZDF-Studio Bonn und später Redaktionsleiter und Moderator aspekte, erklärt in einem Interview, dass man selbstverständlich Anweisungen der Regierung befolgen musste und dass man Themen vorgegeben bekam. Dabei fielen öfters auch wichtige Themen unter den Tisch.

Die Staatsferne der öffentlich-rechtlichen Sender ist reines Wunschdenken. Die Praxis belegt das Gegenteil.

Das komplette Interview:

Und die entscheidenden Worte daraus:

Mittlerweile hat Herles einen Text zu den Vorwürfen veröffentlicht:

Meinungsfreiheit: Anordnung zur Anpassung?